Gedanken zur Leitkultur

Veröffentlicht am 05.02.2017 in Features

Im Folgenden ein ca. 20minütiger Diskurs zum Theme Mythos der kulturellen Identität. Es ist eine Sendung des DLF von Sonntag dem 05.02.2017 und beschäftigt sich mit der Entstehung von Werten, dem Sinn der Leitkultur und dem Weg von dort zu politisch populistischen Aussagen. Zum Schluß wird noch versucht zu beleuchten, wie man gegen diese populistischen Leitkultursätze vorgehen könnte. Sehr, sehr spannend und sehr empfehlenswert. Siehe kommende Seite-->



aus der Anmoderation

LINK:  Der Mythos von der kulturellen Identität

Deutschland heute: Ein alter Mythos ist wiedergeboren - der Mythos von der kulturellen Identität. Nicht nur Pegida und AfD beschwören ihn; ebenso zeigt er sich in Debatten um das Kulturgutschutzgesetz wie in der Glorifizierung von Nationalmannschaften. Wird Kultur dann relativ, austauschbar und beliebig?

Von Daniel Hornuff

Jeweils geht es um die Schaffung homogener Gebilde. Nationalstolz und Leitkultur klingen harmlos und doch bereiten sie rechtem Extremismus den Boden. Der Mythos von der kulturellen Identität ist die hässliche Fratze der Aufklärung.

Was aber heißt es, diesen Mythos zu überwinden? Oder liegt genau darin die zivilisatorische Aufgabe: auszuhalten, dass Kultur auf keinen gemeinsamen Nenner zu bringen ist?

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Daniel Hornuff, geboren 1981, ist Vertretungsprofessor für Kunstwissenschaft an der Staatlichen Hochschule für Gestaltung in Karlsruhe. Er hatte Lehraufträge an den Universitäten München, UdK Berlin, Wien, Mozarteum Salzburg, Tübingen und an der Bayerischen Theaterakademie August Everding. 2013 legte er seine Habilitation mit einer Arbeit über die Kultur der Schwangerschaft und venia legendi für das Fach Kunstwissenschaft vor.

 

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